Die Kirchenvorstände unserer beiden Schwesterkirchgemeinden St. Jodokus Chemnitz-Glösa und Stiftskirche Chemnitz-Ebersdorf haben in ihrer gemeinsamen Sitzung am 26.07.2012 eine Gemeindekonzeption für unsere beiden Gemeinden beschlossen.

 

Was ist eine Gemeindekonzeption?

 

„Konzeption“ vom lateinischen Verb „concipere“ etwas in eine bestimmte Form zu bringen bzw. zu verbinden. Aktivitäten, Aufgaben und Arbeitsbereiche werden verbunden. Ziele, Inhalte und Methoden zukünftiger Gemeindearbeit werden erarbeitet:

Ø      Am Ende steht ein von allen Beteiligten getragenes Gemeindekonzept, das nach innen gemeinsame Ziele verbindet und nach außen zu einer klaren missionarischen Erkennbarkeit führt

 

Wozu dient eine Gemeindekonzeption und was haben die Gemeindeglieder davon?

Ø      benennt den Auftrag und die Ziele

Ø      den Gemeindegliedern zur Orientierung

Ø      Angebote und Dienste werden transparent

Ø      verbindliche Kommunikation der Erwartungen

Ø      beschreibt Herausforderungen, Aufgaben und Dienste der Gemeinde

Ø      also ihr missionarisches, gesellschaftliches und diakonisches Engagement

 

Für die haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeiter bedeutet die Gemeindekonzeption:

Ø      eine verbindliche gemeinsame Grundlage der Arbeit

Ø      richtet die Arbeit aller auf das gemeinsam bestimmte Ziel aus

Ø      gibt der Eigenständigkeit entsprechend erforderlichen Raum

Ø      bietet einen Rahmen für die inhaltliche Ausgestaltung und Zielsetzung der Arbeitsbereiche

Ø      gibt Klarheit bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten

 

Wie entsteht so etwas?

1. Der KV beschließt die Erarbeitung einer Gemeindekonzeption.

2. Es bildet sich eine Arbeitsgruppe

 Dieser Arbeitsgruppe gehören an: Heiner Kahabka, Matthias Mette, Rainer (Nassi) Pötschke, Andreas Schirmer, Dr. Heiner Stohl, Christoph Vogelsang.

3. Ergebnis dieser Arbeitsgruppe:

 

UNSERE GEMEINDEKONZEPTION:

 

Zur Ehre Gottes sollen in unserer Gemeinde:

viele Menschen  Gott kennen und lieben lernen, Gemeinschaft, Heimat und Geborgenheit finden, im Glauben wachsen und durch Mitarbeit gern für andere da sein.

 

Dabei ist Jesus Christus Grund und Mittelpunkt unserer Gemeinde.

 

Das soll unser Leben, Beten und Arbeiten  prägen.

 

Welche Werte sollen uns leiten? Wie gehen wir miteinander um?

 

Herzlichkeit: Liebevolle Beziehungen sollen jeden Aspekt unseres Gemeindelebens prägen. Dazu gehören ein Klima der gegenseitigen Annahme, der (Fehler-) Freundlichkeit, des Humors und der Gastfreundlichkeit.

Liebevolle Kritik ist erwünscht.

 

Gabenorientiertheit:  Mitarbeit ist erfüllend wenn sie gabenorientiert ist.

Gaben, die Gott uns gegeben hat, wollen wir dienend in der Gemeinde und in der Welt einsetzen.

Deshalb wollen wir unsere Gaben suchen und entdecken, uns dabei helfen lassen und andere unterstützen.

 

Buntheit:  Wir wollen eine Gemeinde mit der klaren Mitte – JESUS CHRISTUS - und mit vielfältigen Ausdrucksformen dieser Mitte sein.

Es soll keine Uniformität von Meinungen oder äußeren Formen geben. Denn wir sind uns bewusst, dass Gott mit jedem Menschen auf individuelle Weise umgeht und ihn prägt.

Dabei soll die Bibel als Gotteswort unsere Leitlinie und Richtschnur sein.

 

Teamarbeit statt Einzelkämpfer:

·        gemeinsam sind wir stark

·        delegieren lernen

·        Einer trage des anderen Last

·        Entlastung statt Überlastung

·        zielgerichtete Projektarbeit

 

Glaubwürdigkeit:

·        Der Glaube an Jesu Christus, den wir leben und verkündigen, soll ungezwungen und authentisch sein.

·        Wir wollen ehrlich sein und Fehler eingestehen.

·        Dabei wollen wir uns selbst und andern nichts vormachen.

 

Offenheit nach außen:

·        Wir wollen, dass alle Menschen (die zu uns kommen) sich bei uns wohlfühlen und Geborgenheit finden.

·        Wir versuchen daher, ihnen das Evangelium in einer sie ansprechenden Art und Weise weiter zu geben.

 

Gegenseitige Annahme und Vergebung:

Das bedeutet für uns: „Nehmt einander an wie Christus euch angenommen hat, zu Gottes Lob.“ Röm. 15,7

·        Wir lernen mit Kritik umzugehen.

·        Wir akzeptieren unsere Unterschiedlichkeit.

 

Begeisterung:

·        Wir sind gerne Christen!

·        Daher versuchen wir, die Grundformen unseres christlichen Glaubens: Gebet; Bibellese; Gemeinschaft; Bekenntnis und Liebe, in einer ansteckenden Weise zu leben.

 

Qualität: Wir streben nicht nach Perfektion, wohl aber danach, dass Jeder an dem Ort, an dem er mitarbeitet, sein persönlich Bestes gibt – zur Ehre Gottes und aus Respekt den Menschen gegenüber, mit denen wir zu tun haben.

 

Außerdem ist uns wichtig:

·        Wir verstehen uns als Glieder der weltweiten Christenheit.

Dabei verbinden uns die Taufe und das gemeinsame Glaubensbekenntnis.

·        fördern durch Ermutigung und Anerkennung

·        Ziel orientiert arbeiten

·        ein informierter Mitarbeiter ist ein motivierter Mitarbeiter

·        Bereitschaft zur Weiterbildung und zu notwendigen Veränderungen

·        Zuverlässigkeit

·        Beachtung unseres kulturellen und sozialen Umfeldes in unseren Orten und Stadtteilen

·        rücksichtsvoller Umgang mit Traditionen

·        gemeinsam fröhlich feiern

Und das alles mit Gebet!

 

 

Liebe Gemeindeglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

 

nun haben wir Ihnen hier unsere Gemeindekonzeption vorgestellt.

Jetzt muss diese mit Leben, Zielen und Strukturen untersetzt werden. Dazu werden sich die Kirchenvorstände Anfang 2013 zu einem Konzeptionstag treffen.

Gern kommen wir (die Mitglieder der Arbeitsgruppe und Pfr. Oertel) mit Ihnen dazu ins Gespräch. Sprechen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail:

Pfr. Horst Oertel: horst.oertel@evlks.de

für die Arbeitsgruppe: Matthias Mette: matthias.mette@punkt5.info

 

Herzliche Grüße im Namen der Arbeitsgruppe

 

 

Matthias Mette